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Kurzurlaub in Deutschland

In einer Umfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zu den Reisetrends der Deutschen im Jahr 2011, stellte sich heraus, dass fast 18% der Befragten „lieber öfter kürzer verreisen, als einmal länger“. Damit liegt der Kurzurlaub nur 3% hinter dem Top-Trend, nämlich der „ideal auf die Familie abgestimmte Urlaub“ (siehe: Statista). Unter einer Kurzreise versteht man gemeinhin einen Aufenthalt von bis zu fünf Tagen.

Dieses Ergebnis bestätigt das Bauchgefühl von denjenigen, die beobachten, dass die Menschen einfach öfter Urlaub machen als früher. Mal ist es ein Wochenendurlaub auf einer Nordseeinsel, ein anderes Mal ein Wanderurlaub im Schwarzwald … Am beliebtesten sind jedoch Städte als Ziel eines Kurzurlaubs. In Deutschland gehören Dresden, Berlin, München, Hamburg und Köln zu den Top 5-Destinationen.

Die Frage, warum der Trend zum Kurzurlaub geht, lässt sich nicht abschließend klären da viele Faktoren eine Rolle spielen. Zunächst scheint in der heutigen Zeit genügend freie Zeit vorhanden und die Möglichkeit für viele gegeben zu sein, für ein paar Tage zu verreisen. Zudem sind die Menschen bereit, Geld für mehrere Urlaube auszugeben. Hier sei jedoch angemerkt, dass es besonders auf dem Markt für Kurzreisen zahlreiche Angebote gibt, die man als Schnäppchen bezeichnen kann. Viele Hotels in ganz Deutschland nutzen den kurzen Urlaub, um neue Besucher zu locken und auch in der Nebensaison eine gute Zimmerbelegung vorzuweisen. In diesem Zusammenhang bieten mehrere Unternehmen so genannte Hotelgutscheine an, mit denen man günstiger übernachten kann.

Neben den Faktoren Zeit und Geld spielt zunehmend auch eine mögliche Überlastung eine Rolle. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der auf jeden einzelnen unzählige Nachrichten und Informationen einströmen. Bei der Verarbeitung dieser Informationsmengen kommt es bei einigen zu psychischen und physischen Störungen, bis hin zum Burn-Out oder zu einer Depression. Viele Auszeiten sind dann notwendig, um sich werktäglich dem Berufsstress stellen zu können. Dabei sollte man natürlich auch die normale Hektik des Alltags nicht unterschätzen. In diesem Fall wäre die Kurzreise also eine Art Vorbeugungsmaßnahme.